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Kurzgeschichten - ein Buchprojekt - autobiografische Fiktion 2026

„Das Straßennetz ist neu besponnen, die Welt kahlgefressen; hier kommt der moderne Mensch analog nicht mehr weiter.“
In einer präzisen, fast sezierenden Sprache erzählen diese Kurzgeschichten vom Zusammenprall zwischen dem Jetzt und der Erinnerung, zwischen Leben und Tod – gespiegelt in den Konflikten der Generationen, im Gewühl der politischen Gegenwart und der Geschichte. Es ist die sich rasant digitalisierende Welt einer bildenden Künstlerin: Eine persönliche Liebeserklärung an die deutsche Sprache.


Leseprobe - "Fluchtpunkt"

Im Spätsommer 1989 sitzt die Ich-Erzählerin in den Weinbergen und versucht zu zeichnen. Sie ist neu im Land, mittellos und der Sprache kaum mächtig. Während sie in den Nachrichten den Fall des Eisernen Vorhangs verfolgt, klammert sie sich an die Regeln der Perspektive, um das Chaos der rasanten Veränderungen zu ordnen. Doch Hunger und Fremdheit lassen die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen – und verleihen ihr den Mut, das Handwerk zu opfern, um das Bild zu retten.

„Dass Realität nur eine Illusion sei und wir alle unsere eigenen Schwindler in eigener Sache sind, entlarvt den Begriff der Freiheit als Konstrukt. Wenn alles nur ein überzeugender Schwindel ist – genau wie das Zeichnen –, dann ist auch die erreichte Freiheit nur ein neues Bild auf einem Blatt Papier.“


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